IMG_0147

… ist jetzt erbleicht und in meiner Küche gelandet

Ausgesät habe ich im Juli.
Die Endivie ist – wie auch der Spinat – eine sogenannte Langtagspflanze. An den langen Tagen im Frühsommer gesät, würde sie schnell Blüten ansetzen. Da dies bei Salaten nicht erwünscht ist, werden sie entweder sehr früh oder später im Jahr gesät. Um Mittsommer ist Aussaaatzeit für die Wintersalate.

Der Boden sollte humusreich sein und der Standort sonnig. Frischen Mist oder Humus verträgt sie nicht.
Als Folgefrucht von Kartoffeln oder Tomaten hat sie Kohl, Lauch, Fenchel oder Stangenbohnen gern zu ihren Nachbarn.

IMG_0145

Gebundener Friseesalat

Mitte bis Ende September kann man den Salat zusammenbinden,
um das Innere bleichen zu lassen.
Daher der Name Bleichsalat. Die inneren hellen Salatteile werden dadurch etwas milder und enthalten weniger Bitterstoffe als die grünen.

Ähnlich wie Chicorée ist die Endivie, das Buckele oder die Endivies – wie sie regional genannt wird, als bitterer, kräftiger Wintersalat beliebt und durch den großen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen sogar gesund.

Der Salat wird roh als Salat verzehrt, kann aber auch als Suppeneinlage wie Mangold oder Spinat verwendet werden.

Ab September wird geerntet. In milden Wintern kann man dies bis in den Dezember hinein. Viele Sorten vertragen Nachttemperaturen bis – 5°C.

Krausblättrige Endivien, auch als Friseesalat bekannt, haben wie bei der Sorte „De louviers“ einen nussigen Geschmack und knackige feste Blätter.
Die glatte Endivie oder Winterendivie, mit dicken, breiten und glattrandigen Blättern zum Beispiel die Sorte „Escariol grüner“, sind noch besser zum Aufbinden und Bleichen geeignet.

 

IMG_0715

Blühende Wegwarte

Sobald man eine Endivie blühen sieht,
ist die familiäre Herkunft gut zu erkennen.
Die leuchtend blauen Blüten, die nur in den Mittagsstunden geöffnet sind,
verraten sie als Mitglied der Wegwartenfamilie.

 

 

Written by Steffi Niemzok